1.- Lernende Region MIA in Sachsen-Anhalt Süd - Übergangsmanagement Schule-Ausbildung-Beschäftigung
Regionalpolitisch betrachtet geht es um die Entwicklung neuer Kooperationsformen zur Erschließung von Ausbildungs- und Beschäftigungspotentialen.
In der Vertiefungsphase des Projektes „MIA-Mitteldeutsche Industrieregion im Aufbruch-
Lernende Region Sachsen-Anhalt“ sollen geeignete Managementmethoden und –instrumente für die Gestaltung des Übergangs Schule-Ausbildung-Beschäftigung in der Industrieregion Leuna/Merseburg - Bitterfeld/Wolfen - Zeitz entwickelt werden, um den Übergang unter den veränderten Rahmenbedingungen und mit Blick auf die Komplexität der Probleme zu bewältigen und zu gestalten. Dazu soll ein tragfähiges Geschäftsmodell (z.B. Stiftung, Verein) zur Institutionalisierung gefunden und gegründet werden.
In der Projektlaufzeit von 18 Monaten soll aufgezeigt werden, wie der Übergang Schule-
Ausbildung-Beschäftigung individuell, institutionell und regional gestaltet werden kann. Da der reale biografische Übergang einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren umfassen würde, sollen in der Projektlaufzeit regional funktionierende Bildungs- und Beratungsmaßnahmen dargestellt, miteinander vernetzt, besonders erfolg versprechende Angebote vertieft und als Best Practice zur Verfügung gestellt werden.
Ziele:
Strategische Ziele der Vertiefungsphase
- Evaluierung und Transfer erfolgreicher Instrumente und Methoden zur Gestaltung des Übergangs
- Entwicklung und Gründung einer tragfähigen Rechtform zur Institutionalisierung des Übergangsmanagements transferfähige Handlungsempfehlungen
- Vorschläge zur nachhaltigen Finanzierung eines institutionalisierten Übergangsma-nagements
Durch institutionalisiertes Übergangsmanagement soll ein System geschaffen werden, in dem sich die beteiligten Personen, Einrichtungen und Vereinigungen mit ihren jeweiligen Interessen und Kompetenzen wiederfinden. Unterschiedliche (wirtschaftliche, bildungspolitische, regionalpolitische) Interessen sollen und müssen akzeptiert werden. Ein Mehrwert wird dann erreicht, wenn die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Akteure in eine Zielrichtung kanalisiert werden können. Die Zielrichtung für erfolgreiches Übergangsmanagement ist Senkung der Bildungsabbruchquoten, Bewältigung biografischer Brüche und Erhöhung von Bildungsbeteiligung auch bildungsferner Gruppen.
Inhalte/Umsetzung:
Die Ziele des Projektes sollen im wesentlichen durch drei Instrumente erreicht werden:
Die Zielgruppencoachings beziehen sich auf
- Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9,
- Lehr- und Fortbildungspersonal
- Abgängerinnen und Abgänger von Haupt- und Sekundarschulen
Ziele:
- Verbesserung der Berufswahlorientierung an Schulen
- Senkung der Abbrecherquoten in der beruflichen Ausbildung
- Sicherung des regionalen Nachwuchskräftepotenzials
Inhalte/Umsetzung:
A) Berufswahlorientierung
Im Rahmen von Auftragsvergaben werden Projekte der Berufswahlorientierung durchgeführt.
Branchenbezogene Schwerpunkte:
- Orientierungsmaßnahmen in Berufen der Bergbautechnik
- Orientierungsmaßnahmen in den IT- Berufen
B) Berufsvorbereitende Trainings
Für sogenannte "Altnachfrager" auf Ausbildungsplätze werden viermonatige berufsvorbereitende Trainings angeboten. Sie werden aus Mitteln Dritter finanziert (etwa ARGEn oder Eigenbetriebe für Arbeit). Ziel ist die direkte Vermittlung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in betriebliche Ausbildung nach Abschluss des Projektes.
C) Fortbildung für Lehr- und Ausbildungspersonal
In der MIA-Region werden insgesamt sechs Tagesveranstaltungen für Lehr- und Ausbildungspersonal angeboten. Schwerpunkte:
- BERUFSARBEIT UND BERUFLICHE SOZIALISATION
- JUGENDLICHE UND IHRE LEBENSWELTEN
- SYSTEMATISCHE UND INDIVIDUELLE BEDINGUNGEN
ERSCHWERTER BERUFLICHER INTEGRATION
- INDIVIDUALISIERTE BERUFSORIENTIERUNG
- JOBBEN ALS LEBENSENTWURF?
Projektpartner:
Institut für Lehrerbildung Sachsen-Anhalt; ARGEN; Eigenbetrieb für Arbeit; Schulen; Bildungsträger; Unternehmen
Projektlaufzeit:
01.07.2006 bis 31.12.2007
Akteure:
QFC BeCon GmbH; Dr. Kirtsen Puhr als Referentin; MIA ProjektmitarbeiterInnen
1.2- Einführung des "Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt" für Schulen mit vorbildlicher Berufswahlorientierung
Am 17.01.2007 startete mit einem Aufruf die Ausschreibung des Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt.
Mit dem Berufswahl-SIEGEL können sich Schulen mit vorbildlicher Berufswahlorientierung zertifizieren lassen.
Schulen, die sich dem Zertifizierungsverfahren stellen möchten müssen sich bis zum 28.Februar 2007 bewerben.
Ziele:
- Definition von Standards für die Berufswahlorientierung an Schulen
- Würdigung von Schulen mit vorbildlicher Berufswahlorientierung
- Verbreitung guter Beispiele von Schulen für Schulen mit dem Ziel der Nachnutzung
- Verbesserung der Vorbereitung der Jugendlichen auf die Arbeitswelt
- Förderung eines positiven Images von Schule
Inhalte/Umsetzung:
Das Verfahren
Das Berufswahl-SIEGEL wurde bundesweit von der Berstelsmann Stiftung initiiert. An die regionalen Bedingungen angepaßt werden mit der Einführung des SIEGEL Qualitätsstandards für Schulen gesetzt. Die einzelnen Schritte:
- Auftakt am 17. Januar 2007 mit öffentlichem Aufruf
- schriftliche Bewerbung der Schulen bis zum 28. Februar 2007
- Bewertung der eingereichten Bewerbungen durch Regionalausschüsse anhand von Qualitätskriterien
- Vor-Ort-Audits an Schulen durch Regionalausschüsse
- Beschluss zur Verleihung des Berufswahl-SIEGEL durch die zentrale Jury
- öffentliche Verleihung des Berufswahl-SIEGEL im Juni 2007
Ausdehnung und Beteiligung
Im Schuljahr 2006/2007 können sich Sekundarschulen folgender Landkreise bzw. kreisfreien Städte beteiligen:
1.3- Institutionalisierung der Unterstützungsinstrumente eines regionalen Übergangsmanagements
Durch institutionalisiertes Übergangsmanagement soll ein System geschaffen werden, in dem sich die beteiligten Personen, Einrichtungen und Vereinigungen mit ihren jeweiligen Interessen und Kompetenzen wiederfinden. Unterschiedliche (wirtschaftliche, bildungspolitische, regionalpolitische) Interessen sollen und müssen akzeptiert werden. Ein Mehrwert wird dann erreicht, wenn die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Akteure in eine Zielrichtung kanalisiert werden können.
Ziele:
Die Zielrichtung für erfolgreiches Übergangsmanagement ist
- Senkung der Bildungsabbruchquoten,
- Bewältigung biografischer Brüche und
- Erhöhung von Bildungsbeteiligung auch bildungsferner Gruppen.