Seit Juni 2001hat die Planungsphase des Projektes „MIA Mitteldeutsche
Industrieregion im Aufbruch - Lernende Region Sachsen-Anhalt“ begonnen.
Antragsteller und Projektträger für das Netzwerk in Sachsen-Anhalt
ist die Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC). Zielstellung des
aus Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung geförderten Projektes im Rahmen des
Programms „Lernende
Regionen“ ist die Erhöhung der Bildungsbeteiligung breiter
Bevölkerungskreise und eine Verbesserung des Bildungsangebotes durch
Vernetzung der Anbieter und Nachfrager. Ein zentrales Anliegen ist darüber
hinaus die Kommunikation des Standortes südliches Sachsen-Anhalt als
Region mit einer vielfältigen Bildungsinfrastruktur und qualifizierten
Fachkräften.
Die Kooperationspartner, die im Projekt MIA Mitteldeutsche Industrieregion
im Aufbruch - Lernende Region Sachsen-Anhalt zusammen arbeiten, haben eine
Vielzahl von Teilprojekte
entwickelt, in denen deutlich wird, worin der Nutzen innovativer Zusammenarbeit
besteht. Die Arbeit in den Teilprojekten hat im März 2003 begonnen.
Bildungsangebote für eine Vielzahl von Zielgruppen unterschiedlicher
Altersstufen und Ausgangslagen wurden gemeinsam entwickelt. Sie weisen alle
eine Besonderheit auf: Sie sind nur durch die Zusammenarbeit von Partnern
möglich, die bisher meist nebeneinander her agiert haben. Wir wollen
Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben, jung und alt, Universitäten
und Berufsschulen fördern. Ideen und Anregungen fließen ständig
in die Arbeit des Projektnetzwerkes ein. Wer mitarbeiten möchte, bitten
wir um eine kurze Email.
MIA
ist kommunikativ
MIA schafft ein kommunikatives Netzwerk in der Region zwischen verschiedenen
Bildungsanbietern. Schulen, Betriebe, Kindergärten, Museen, Universitäten,
Kammern, die Sozialpartner und private Bildungsanbieter haben bisher meist
wenig Kontakt miteinander. Sinn und Zweck des Netzwerkes ist, dass Informationen
besser weitergegeben werden und gemeinsame Projekte durchgeführt werden
können. Das hilft, Grenzen zwischen Bildungsbereichen zu überwinden
und verbessert so das Bildungsangebot und die Transparenz für alle.
Ihre Bereitschaft zur Kooperation haben mehr als 50
Einrichtungen in der Region zwischen Bitterfeld/Wolfen und Zeitz erklärt.
Mit 12 Netzwerkpartnern sind Vereinbarungen geschlossen, die die gemeinsame
Umsetzung von Teilprojekten regeln.
MIA
verbessert Bildung in allen Bereichen
Ob Englisch
im Kindergarten oder allgemeinverständliche wissenschaftliche Vorträge
im Jahr der Chemie 2003 an der Universität. Die Kooperationspartner
haben sich vorgenommen, ein breites Bildungsangebot gemeinsam zu entwickeln
und umzusetzen. Gerade dort, wo Abgrenzungen zwischen Bildungsbereichen
bestehen, wollen wir Schnittstellen schaffen, die es ermöglichen, zusammen
zu arbeiten und neue Wege zu gehen. Dadurch werden Bildungsangebote für
alle besser nutzbar und orientieren sich stärker an den Bedürfnissen
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
MIA
ist offen für alle Interessierten
Grundidee von MIA Mitteldeutsche Industrieregion im Aufbruch - Lernende
Region Sachsen-Anhalt ist eine lebendige Partnerschaft in einem Netzwerk.
Akteure aus verschiedenen Bereichen, bringen ihre Erfahrungen und Ressourcen
ein, um gemeinsam das Ziel zu erreichen, Bildungszugang für Alle
in noch besserer Qualität zu ermöglichen.
Damit der Weg zu Ihrem MIA-Partner möglichst kurz ist, haben wir
an 6 Standorten in der Region sogenannte Gravitationspartner, die Ihr
direkter Ansprechpartner sind.
Kreativität beschreibt das schöpferische Potenzial über das
jeder Mensch oder eine Gruppe von Beteiligten verfügt. Kreativität
zur Lösung von Problemen und in Lernprozessen einzusetzen, heißt
oft, vorhandenes Wissen neu zu kombinieren und durch einen Wechsel der Perspektive
neue Wege zu erkennen. Eingefahrene Wege und feste Strukturen hemmen deswegen
Kreativität und führen zu einer Erstarrung. MIA fördert durch
seine Netzwerkstruktur, offenen Diskussionsforen und die Verbreitung guter
Praxisbeispiele das gemeinsame kreative Potenzial der Bildungsanbieter in
der Region und schafft die Voraussetzungen, neue Lösungswege auszuprobieren.
Lernen und Kreativität sind ein Geschwisterpaar – Die gedankliche
Verarbeitung von neuem Wissen ist ein Prozess, bei dem in unserem Gehirn
Verknüpfungen zwischen dem Wissensbestand und den neuen Informationen
hergestellt wird. Als Lernmethode spielen Kreativitätstechniken wie
„Brainstorming“ und „Mind-Mapping“ eine wachsende
Bedeutung, weil sie den Lernprozess entsprechend unserer Denkstrukturen
gestalten. Deswegen fördern viele Teilprojekte
von MIA gezielt die Anwendung von kreativen Lernmethoden.
MIA
fördert Gender Mainstreaming im Bildungsbereich
Gender
Mainstreaming heißt, aktiv ungleichen Chancenverteilungen
aufgrund des Geschlechts entgegenzuwirken. Auch die Chance zur Teilnahme
an Lern- und Bildungsprozessen ist eine wichtige Voraussetzung für
mehr Chancengleichheit. Die Lernzeit muss zur freien Verfügung des
Lernenden stehen, der Lernort muss zu Fuß oder mit einem verfügbaren
Verkehrsmittel in angemessener Zeit erreichbar, die Kosten der Teilnahme
müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Leistung stehen. Nur
unter diesen Voraussetzungen kann das Ziel erreicht werden, breite Bevölkerungskreise
zu einer vermehrten Bildungsnachfrage zu motivieren.
Es ist die Aufgabe jedes Bildungsanbieters, die Rahmenbedingungen für
die Teilnahme an den Kursen und Veranstaltungen ständig darauf hin
zu überprüfen, ob sie nach sozialen Gesichtspunkten und entsprechend
dem Gender Mainstreaming Konzept einer Benachteiligung aktiv entgegenwirken.
MIA sensibilisiert seine Partner in der Region für diese Themen und
unterstützt die Bildungsanbieter durch die Netzwerkstruktur und ungewöhnliche
Kooperationen den Zugang zu Bildung möglichst für alle zu verbessern.
MIA
stärkt den Zusammenhalt in der Region
Die Menschen in der Mitteldeutschen Industrieregion teilen eine gemeinsame
Geschichte, Kultur und Lebenseinstellung; Städte und Burgen bilden
ein Erbe, das verbindet. Die Orientierung auf die großen Betriebe
an den Standorten Bitterfeld/Wolfen, Schkopau, Leuna und Zeitz, die Erfahrungen
aus der sozialistischen Ära, dem Wende- und Vereinigungsprozess sind
Elemente der jüngeren Geschichte.
MIA baut auf diese Traditionen auf, bietet die Möglichkeit zur kritischen
Betrachtung und baut sie als Orientierungsgröße in die Bildungslandschaft
und die Angebote der beruflichen und allgemeinen Bildung ein. Dadurch wird
der Zusammenhalt und das Selbstbewusstsein der Menschen in der Region gestärkt.
Die Mitteldeutsche Industrieregion ist im Aufbruch und begreift sich zunehmend
als eine lernende Region.
MIA
repräsentiert die Region nach außen
Die Mitteldeutsche Industrieregion braucht eine selbstbewusste Repräsentation
nach außen. Das Potenzial der Menschen, ihre Kreativität und
ihr Engagement bilden neben der geographischen Lage und der Infrastruktur
die Eckpfeiler eines Standortmarketings.
Wichtiger Entscheidungsfaktor für Unternehmen und Einzelpersonen bei
einer Ansiedlungsentscheidung sind das kulturelle Potenzial und das regionale
Bildungsangebot. Mit den Universitäten, Forschungseinrichtungen, privaten
und öffentlichen Anbietern von Bildung verfügt die Mitteldeutsche
Industrieregion über starke Argumente. Das Projekt MIA Mitteldeutsche
Industrieregion im Aufbruch – Lernende Region Sachsen-Anhalt vertritt
die Region und das Netzwerk der Bildungsakteure nach außen. Information
und Beratung auf Veranstaltungen im In- und Ausland tragen dazu bei, die
Vorteile der Region im südlichen Sachsen-Anhalt bekannt zu machen und
Partner für die weitere Entwicklung zu finden.
MIA
integriert
Bildung für Alle! ist Auftrag und Selbstverständnis der Partner,
die sich im Netzwerk von MIA zusammengeschlossen haben. Die Netzwerkpartner
haben sich in der gemeinsamen Vision geeinigt, den integrativen Auftrag
von MIA zur Leitlinie des gemeinsamen Handelns zu machen. Dabei wird den
Folgen hoher Arbeitslosigkeit und dem daraus resultierenden Zerbrechen sozialer
und familiärer Strukturen entgegengewirkt.
Wir setzen dem Prozess der sozialen und politischen Deaktivierung durch
Ausgliederung aus dem Arbeitsprozess einen Prozess entgegen, der auf soziale
und politische Aktivierung durch Teilnahme an Bildungsprozessen baut.
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